JOHNNY D. (Eritrea)

Als Sohn eriträischer Flüchtlinge, machte Johannes Debese alias Johnny D. bereits in frühen Jahren die Bekanntschaft mit dem Begriff Musik. Tigrinia- die eriträische Musik seines gleichnamigen Stammes, Hip Hop, Funk, Soul und seine beiden Geschwister zeigten sich schon früh als richtungsweisend.

In Kombination mit der damaligen Breakbeat-Euphorie im Rhein-Neckar-Delta kam es bereits im Alter von 13 Jahren zu seinem ersten Kontakt mit elektronischer Musik. Den ersten Mixversuchen mit Tapes und Ghettoblaster, folgte ein schicksalhafter Abend vor dem Fernseher. Von der Mayday-Live-Übertragung 1994 fasziniert, beschloss er sich selbst hinter die Plattenteller zu stellen .

Die ersten Auftritte auf kleineren Breakbeat-Events ließen nicht lange auf sich warten und so begann der Lauf der Karriere eines der vielseitigsten Künstler des Mannheimer-kollektivs..Durch sein Interesse für Hip Hop lernte er 1999 seinen langjährigen Freund und DJ-Kollegen Ray Okpara kennen, mit dem er einige Jahre später unter dem Pseudonym RAJO, eigene House-Events veranstaltete. Um das dritte Mitglied Nick Curly erweitert, bildeten sie für einige Zeit das Resident-Team im Loft Club in Ludwigshafen. Disco-, Vocal- und Deep-House waren der bevorzugte Stil der gefeierten DJ-Crew.

Nach 2 erfolgreichen Jahren mit RAJO folgte der Umzug in den Jungbusch und damit auch ein allmählicher Wandel seines Stils. Die Bekanntschaft mit Roberto Amormino und DJ Nekes sollte seinen Stil erneut neu definieren.

Um den Klang technoider Bässe bereichert, tauchte er in die abstrakten Weiten der minimalen Welt ein und versuchte sich an seinen ersten Produktionen. Seine Offenheit neue Wege zu betreten, wurde im letzten Jahr mit dem 1.Platz auf dem Reason-Song-Contest in Heidelberg honoriert, auf dem er, wie bereits auf anderen DJ-Contests, die Begeisterung der Jury für sich gewinnen konnte.

Auftritte mit Richie Hawtin, Tobi Neumann oder Tiefschwarz stehen genauso auf seiner Liste, wie jene mit Howard Donald (Ex-Backstreet) oder DJ Heather & Lady D., einem der momentanen Topacts aus den USA. Im Frühjahr 2004 gründet er dann zusammen mit den Ray Okpara, Dj Nekes und Federico Molinari den Zoo Club in Mannheim. Mit rotierendem Line up aus nationalen und Internationalen Acts wie Luciano, Steve Bug, Pheek oder Sushi Club, gekoppelt mit localen Djs, wurde eine neue Plattform geschaffen, für einer der beliebtesten Veranstaltungen des Rhein-Neckar-Gebiets.

Zur Zeit konzentriert er sich mehr aufs Musik produzieren, ist aber, als mittlerweile etablierte Größe der Rhein-Neckar-Szene, auch in zahlreichen Clubs der Region zu hören. Seine musikalische Vielseitigkeit macht es schwerlich seinen Style zu definieren. Irgendwo zwischen Deep-House, Minimal und Techno, platziert er seine Plattenauswahl.......... in einen treffenden Groove sein Publikum.

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